Die Chronik der Heimatgruppe Aalen
Rückblickend auf die Anfänge der organisatorischen und kulturellen Arbeit der Heimatgruppe Aalen im Deutschen Böhmerwaldbund ist festzustellen: es war ein Unterfangen aus dem Nichts und Dennoch heraus. So der Ehrenobmann Gustav Schuster in seinen Aufzeichnungen und der Festschrift zum 40-jährigen Jubiläum.
Schon 1946/47 haben sich Landsleute in den Lagernin Wasseralfingen getroffen. Die große Frage war: wie sollte es weitergehen und was sollte nach der Vertreibung mit den Betroffenen geschehen? Würde eine Rückkehr in die Heimat in den nächsten Jahren möglich sein, so glaubten einige. Andere meinten man müsse sich auf eine lange Zeit in der Fremde einstellen, das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken, jetzt in der Not sich gegenseitig zu helfen, war das Gebot der Stunde. So wurde am 19.3.1949 die Böhmerwald-Heimatgruppe Aalen gegründet. Zum ersten Obmann wurde August Marschik gewählt, der dieses Amt bis 1955 ausübte. Hoffnung auf eine bessere Zukunft und der Wille zu einem Neubeginn sowie die Muttersprache und das kulturelle Erbe der Heimat zu pflegen war nun die Aufgabe der Vorstandschaft. Aber auch gesellige Zusammenkünfte gab es in dieser Anfangszeit.
1956 wurde Gustav Schuster zum neuen Obmann gewählt. Er war bereits Mitglied im Gemeinderat der Stadt Aalen. In seinem Rückblick schreibt er: Wir waren bestrebt, nicht im Abseits zu verharren; nur durch aktive Teilnahme am öffentlichem Leben können wir Einfluß nehmen auf die Belange der Heimatvertriebenen. Fragen der Fürsorge, der sozialen Eingliederung, sowie dem Wohnungswesen und der Erstellung von Eigenheimen war nun die Aufgabe der sich Gustav Schuster stellte. In seine Amtszeit fällt auch der Aufbau der Jugend- und Kindergruppe. Besonders in diesem Bereich hat er sich große Verdienste erworben. In der Festschrift zum 40-jährigen Jubiläum ist sein Vermächtnis festgehalten und nachzulesen.