Heimatgruppe Aalen


im Deutschen Böhmerwaldbund e.V.


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Die Mundart

der Böhmerwäldler

Die Mundart unserer Böhmerwaldheimat lebte in vielen Abwandlungen. In fast jedem Dorf haben sich über die Jahrhunderte hinweg ganz eigene Dialektwörter entwickelt, die gepflegt und überliefert wurden. Es ist heute oft sehr schwer, bestimmte Ausdrücke und Begriffe allgemein verständlich zu deuten. Allein die schriftliche Wiedergabe von bestimmten Mundartlauten wird schon problematisch. Die Vertreibung und der damit verbundene abrupte Abbruch der Weiterentwicklung des in der Heimat gepflegten Dialektes, hat viel von diesem Kulturgut verschüttet.
Landsmännin Paula Hartauer hat einige Mundartwörter aufgeschrieben und gedeutet, wie sie in Pfefferschlag üblich waren.
(Quelle: Böhmerwäldler Heimatbrief - Ausgabe Oktober/November 1995 und Januar 1996)
affi= hinauf
ohi= hinunter
Gschul= Geschrei
schwandern= Stimmengewirr
schwaln= prahlen
schloapfn= mit den Füßen schleifen
juhizen= jauchzen
Guckermaker= Purzelbaum
stizi= widerspenstig
gleaschn= Wasserlassen beim Vieh
Schedalina= schmutzige Rinder
louda= locker
Foungan= Funken
zussan= Kindergequengel
ofredi= klein, verkümmert
ela= viel
vaneh= vorhin
Trifeln= Geschwätz
Glißn= Spalte
Glankeln= mühsam gehen
hanti= bitter
Seetzn= Wampe / dickbauchig
gneißn= ahnen
gigitzn= stottern
rauhlitzn= im Dunkeln herumschleichen
dousln= erste Gehversuche bei Kindern
louweilat= lauwarm
Reim= Kurve
Flitampl= alter Hut
Pletzn= Verletzung
Letzn= Fladen
Gula= Gürtel
malwera= maulen
zejngan= schmerzlich
Rauznigl= Grantler
woahla= wehleidig
zauna= unechtes Lächeln
kudern= herzlich lachen
zwejsln= blinzeln
rauzig= grantig
wuisln= etwas vorjammern
dölsteri= dösig
gfeda= schwach, dünn
ugaumpa= ungeschickt
Herzpinkei= Lieblingskind
gsteam= niedergeschlagen
gülsna= kreischen
stampan= verjagen
heicht= hart
Gföül= Unglück
harm= ärgern
Foam= Schaum
pflameri= lockeres Gebäck
Sejrei= Sauerrahm
Zinkei= Kleinigkeit
Dapl= Klaps
schlejni= flink
houtan wejwan= ungeduldig bei Kindern
frejtn= begnügen
kejwi= klein, schmal, winzig
oft= dann
trawi= eilig
niftn= wetzen
glousn= glimmen
nopfitzn= einnicken, einschlummern
gluatzn= gierig trinken
ounterwere= etwas anstellen
gogitzn= etwas hinterbringen
zupfitzn= schlürfen
ruschln= schnelle, kurze Schritte
schlifitzn= mit Holzschuhen auf Schnee oder    Eis schlittern
lehitzn= atmen
heschitzn= schnell atmen
ozarn= abschleppen
Dadaritzn= Wortwechsel
Proustl= Zorn
Praka= Teppichklopfer, auch Schimpfwort
zuhi= hinzu
douhi= hinweg
Triwischl= Trittschwelle
uwei= immer
ejhat= drüben
rouzn= schlechte Laune
Keirei= Schererei
zuha= herzu
aha= herein
glaudern= hellauf brennen
fruadi= groß
sper= mager oder trocken
ranti= keine Qualität
neifern= Nieselregen
leafln= undeutlich reden
sempan= schwerfällig gehen
reweln= zerreiben
brewln= kindliche Reden
oftas Droid= kleine Körner beim Getreide
schnoitn= naschen
Schialei= ein Stückchen
sedan= langer Regen
pleschn= stark regnen / tratschhaft sein
stricksna= mit der Peitsche schlagen
Zatschn= unordentliches Kleid
Bouwa= Knospe
gach= jäh
howane Pfoad= grobleinernes Hemd
Riasta= großer Fluß
Spriagla= Quirl
gama= das Haus hüten
klejka= genug haben
urawi= unsauber
lusn= horchen
vawohrtagln= nicht sparsam mit Sachen umgehen
wüfli= schwindlig
Klewl= Rinderhufe
sintla= traurig schauen
wuifla= billig
vasulkern= beschmutzen
dagnodert= verfroren
baugitzn= bellen
schmauln= Hügel, Anhöhe
Gschloda= schlechte Suppe oder Kaffee
Zoa= Draht
Gratschei= mageres weibliches Wesen
Säuferlin= Speichel
Woisn= das Weiche vom Brot
greisla= abscheulich
pfudan= vor sich hinschimpfen
gschläd= gerade
Schoitn= Späne, Hobelspäne
dejnkisch= linkisch
eifexn= Ernte einbringen
Grejsat= Reisig
Grossat= grüne Zweige von Nadelbäumen
Schnoudan= ungeputzte Nase
Mull tetn= den Mut töten
knougitzn= miauen
schnozln= naschen
Mundartfreunde werden in vielen Werken, Sammlungen und Büchern unsere Heimatsprache wiederentdecken, sie deuten und verstehen lernen.